VIP-Tage anbieten als Webdesigner - was bringt das wirklich?

 
VIP Day als Designer anbieten? Die Vorteile und Nachteile!
 
 

Hand aufs Herz:

Wie oft ist es dir schon passiert, dass du etwas bei anderen gesehen hast - sei es coole Templates, Ideen oder Geschäftsmodelle - und gedacht hast: “Boah mega, das mache ich auch so!”? 👀

Und dann hast du irgendwann gemerkt, oder wahrscheinlich sogar relativ schnell, dass das irgendwie und eigentlich gar nicht so richtig zu dir und deinen Skills passt. 

Und zu dieser Thematik passen VIP-Tage - oder sogenannte Tagesbuchungen - perfekt rein. 

Ich beantworte dir nämlich heute die Frage, was VIP-Tage überhaupt sind und gaaanz wichtig: Ob sie für dich sinnvoll sind, was sie im Prinzip bringen und ob sie für dich, deinen Arbeitsstil und dein Business überhaupt geeignet sind.

Neugierig? Dann let’s go!

Inhaltsverzeichnis:

    Du bist eher der Video-Typ? Dann kannst du dir hier gerne den Artikel in Bild und Farbe anschauen:

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    Was sind Webdesigner VIP-Tage?

    Um es mal ganz klar zu sagen: VIP-Tage (oder Tagesbuchungen, Day Rates oder VIP Days genannt) als Webdesigner sind schon eine krasse Sache.

    Wenn du einen VIP-Tag für einen deiner Kunden einlegst, arbeitest du wirklich ausschließlich und nur für den einen Kunden - und das den ganzen lieben langen VIP-Tag lang.

    Oder halt so lange, wie du den VIP-Tag mit deinem Kunden vereinbart hast. 

    Bedeutet im Klartext: Du verkaufst dich selbst und deine Expertise für einen fest definierten Zeitraum. Dabei spielt auch die Preisgestaltung eine große Rolle. Der Kunde kann sich nämlich leicht ausrechnen, dass du bei acht Stunden Arbeit beispielsweise 700 €, 2.000 € oder 4.000 € in Rechnung stellst.

    Da gibt es unterschiedliche Modelle, die auf Stundensätzen basieren - je nachdem, wo du gerade preislich stehst. Der Kunde kann aber immer genau nachvollziehen, wie sich der Tagespreis zusammensetzt.

    Deswegen als Tipp von mir: Du solltest deinem Kunden den VIP-Tag nicht als reine Ansammlung von Stunden verkaufen, sondern das auf jeden Fall smarter verpacken. Dazu aber später mehr.

    Also, ein Webdesigner VIP-Tag ist ein Tag, an dem du nur mit (oder für) einen Kunden arbeitest und nichts anderes machst. Zu einem fixen Preis. Mit einem klar vereinbarten Ergebnis.

    Was für Herausforderungen bringt so ein VIP-Tag mit sich?

    Ich finde, das “Hauptproblem” bei VIP-Tagen ist, dass es sich am Ende des Tages wie ein Abrechnung-pro-Stunde-Ding anfühlt. 

    Hinzu kommt, dass es nicht reicht, einfach sieben oder acht Stunden abzuarbeiten und darauf zu vertrauen, dass der Kunde zufrieden ist. 

    Gerade wenn du dem Kunden ein klares Endergebnis versprichst, zum Beispiel so etwas wie “Website an einem Tag”, musst du extrem gut vorbereitet sein. Und damit meine ich richtig krass gut vorbereitet.

    Was für den Anfang als VIP-Tag ganz gut funktionieren würde: Du schaust erstmal, was bei einem Kunden-Projekt innerhalb eines Tages realistisch gemacht werden kann und dann legst du dein Honorar fest.

    Meistens ist es nämlich so, dass du schnell merkst, dass es Leute gibt, die einfach nur mehr Hilfe und Unterstützung bei ihrer Website brauchen, aber ein ganzes Projekt nicht wollen.

    Für solche Fälle ist ein VIP-Tag als Webdesigner ein richtig gutes Mittelding.

     

    Für wen ist es eher suboptimal, einen VIP-Tag zu vereinbaren?

    Ganz klar, wenn du zu der Sorte Mensch gehörst, die nicht oder nicht so gut auf Knopfdruck arbeiten kann.

    Denn wenn der festgelegte VIP-Tag startet, musst du performen und abliefern. Ein kreatives Tief oder Denkblockaden sind da nicht drin.

    Auch eher suboptimal: Wenn du deine Zeit nicht frei einteilen kannst. Wenn du zum Beispiel kleine Kinder hast - und da spreche ich aus Erfahrung! - oder generell Leute um dich hast, um die du dich kümmern musst. Halt ein instabiles Zeitmanagement.

    Dann sind VIP-Tage echt schwierig umzusetzen. Denn es kommt einfach nicht gut und ist auch mega unprofessionell, wenn du auf einmal den VIP-Tag unterbrechen oder - noch schlimmer - verschieben musst.

    Was du am Ende des Tages nämlich nicht vergessen darfst: Dein Kunde hat ja mit deinem Ergebnis (seiner Website, Launch für ein Produkt oder whatever) gerechnet und es in seinem Business fest eingeplant. 

    Wie bereitest du einen VIP-Tag vor?

    Als aller erstes musst du für dich einmal schauen: Was schaffe ich überhaupt an einem Tag? Was für ein Arbeitspensum kriege ich in welcher Stundenzahl hin?

    Denn, wenn du mich schon ein bisschen länger verfolgst…


    …falls nicht:


    …, weißt du, dass ich immer davon abrate, “einfach nur” Stunden abzuarbeiten und somit in die virtuelle Assistenz-Schiene zu rutschen.

    Bedeutet für dich, dass du deinem Kunden ein Ergebnis verkaufen solltest, bei dem er denkt: “Boah, mega krass, DAS kriege ich hinterher raus!”.

    Dein Angebot sollte also weit entfernt sein von: “Ich arbeite für dich sieben Stunden, was auch immer du willst.”


    Wenn du alles zu den verschiedenen Geschäftsmodellen wissen möchtest, die dir als Webdesign-Solopreneur hohe Umsätze ermöglichen, dann hab ich hier was für dich:


    Dein Angebot “Website an einem Tag”

    Okay, nehmen wir mal an, dein VIP-Tag beinhaltet das Angebot “Website an einem Tag” - wie genau kannst du das vorbereiten?

    Kleiner, aber wichtiger Tipp vorab: Bevor du so etwas anbietest, solltest du das auf jeden Fall vorher schon einmal gemacht haben und dir sicher sein, dass du eine Website auch tatsächlich an einem Tag bauen kannst.

    Denn Sachen zu versprechen, gerade solche, die hart getaktet sind und auf enger Zeitschiene laufen, ist eher schon was für Fortgeschrittene.


    Du willst zu den Fortgeschrittenen gehören? Dann wäre mein Kurs “Website mit Plan” auf jeden Fall etwas für dich. Schau gerne mal vorbei!


    Nun aber dazu, wie du deinen VIP-Tag mit “Website an einem Tag” gut vorbereiten kannst. Und ich betone es noch einmal: Du musst hardcore gut vorbereitet sein.

    Verschiedene Templates vordesignen

    Wenn du dein Website-Tool gut kennst und sicher und effizient damit umgehen kannst, ist das schon einmal ein klarer Vorteil. Denn dann kannst du vorab schon einmal Templates, mit zum Beispiel drei verschiedenen Stilen, vordesignen. Dein Kunde kann sich dann ein Template aussuchen, das du dann entsprechend anpassen kannst.

    Und so könntest du auf relativ hohem Niveau mit einer super Vorbereitung eine Website an einem Tag umsetzen.

    Allerdings sind da so viele Variablen drin, dass dieses Modell wirklich nur funktionieren kann, wenn du absolut perfekt vorbereitet bist und deine Business-Prozesse super im Griff hast.


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    Der Onboarding- und Reminder-Prozess

    Wenn dein Kunde eine Tagesbuchung, also einen VIP-Tag, gebucht hat, solltest du ganz klar kommunizieren, was du alles von deinem Kunden benötigst, um die Website zu bauen.

    Und nicht nur das. Es ist ebenso wichtig, deinem Kunden auch zu erklären, wie die einzelnen Schritte sind und was für welchen Prozess benötigt wird. Du könntest eine automatisierte Nachricht an den Kunden senden und die nächsten Schritte darin erklären und gleichzeitig alle benötigten Infos und Unterlagen abfragen.

    Das wären zum Beispiel die Texte und die Bilder für die Website - die natürlich auch noch optimiert werden müssen.


    Thema Texte von Kunden: Meistens ist das ein riesen Problem, Texte von den Kunden zu bekommen. Also solche, die man auch verwenden kann. Das höre ich immer wieder von den Teilnehmern aus dem Webdesign Wunderland. Wenn dich das Thema interessiert, kannst du dich hier gerne für meinen Newsletter eintragen - dann wirst du benachrichtigt, wenn der Workshop So bekommst du Texte von Webdesign-Kunden leichter los geht!


    Problem hierbei ist oft, dass Kunden sich noch nicht für eine Theme-Farbe entschieden haben oder sogar noch gar kein Logo haben. Also müsstest du nicht nur die Website designen, sondern dich auch noch um das Branddesign kümmern. Das ist schon sehr ambitioniert für einen Tag.

    Hier könntest du dir überlegen, ob du aus dem VIP-Tag nicht ein Zweitages-Paket machst: ein Tag Branddesign und ein Tag Website bauen. Du merkst schon, das Ding muss gut durchdacht und noch besser vorbereitet werden. Vor allem auch im Dialog mit dem Kunden. Dieser muss klar wissen, was er alles liefern musst, damit du durchstarten kannst.

    Der Reminder-Prozess ist dafür übrigens prädestiniert: Wenn es zeitlich passt, sollte eine Woche vor dem gebuchten VIP-Tag noch einmal eine Reminder-Nachricht an den Kunden rausgehen: Liegen alle Unterlagen vor? Hast du mir alle Infos gegeben, die dir wichtig sind und die ich brauche, um deine Website zu bauen?

    Lass dir da ausreichend Puffer, damit du die Unterlagen auch noch prüfen und schauen kannst, ob alles vollständig ist.


    Technische Aspekte eines VIP-Tages

    Ganz genau, auch die technischen Aspekte solltest du nicht außer Acht lassen. Und vor allem mit deinem Kunden kommunizieren.

    In meiner Webdesign-Agentur arbeiten wir - wie du ja vielleicht schon weisst - mit Squarespace. Und bei diesem Tool ist es so, dass wenn die Website online geht und wir die Domain verknüpfen, kann es bis zu 72 Stunden dauern, bis das SSL-Zertifikat aktiv ist (das ist übrigens das kleine Schlösschen im Browser).

    Bei Domains mit .de geht das meistens relativ schnell. Aber Domains mit der Endung .com, .at oder .ch kann das tatsächlich ein bis zwei Tage dauern.

    Warum ist das wichtig? Wenn du deinem Kunden “Website an einem Tag” verkaufst, erwartet dieser natürlich auch, dass nach dem Tag alles funktioniert und er gleich online ist und zum Beispiel seine Produkte launchen kann. Es ist also mega wichtig, dass du den Kunden step by step darüber informierst, was, wann und wie passiert.

    Auch wenn ich mich wiederhole: Es ist unabdingbar, dass du einen VIP-Tag hardcore vorbereitest. Und zwar mit einem Vorbereitungs-, Prozess- und Nachbereitungspaket. Ansonsten wird dieses Business-Modell einfach nicht funktionieren. Zumindest nicht so , dass der zahlende Kunde zufrieden und happy mit dem Ergebnis ist.


    Wie wird der VIP-Tag bzw. die Tagesbuchung ein Erfolg?

    Du brauchst im Prinzip drei Sachen, wenn dein VIP-Tag bzw. deine Tagesbuchung erfolgreich werden soll:

    Ein gutes (und freies) Zeitmanagement

    Und damit meine ich die Freiheit, dass du deine Zeit selber einteilen und deinen Tag selbstbestimmt gestalten kannst. Wie bereits oben schon kurz erwähnt, wissen zum Beispiel alle Eltern von kleinen Kindern genau, dass das definitiv eine Challenge sein kann. Ist ja kein Weltuntergang, muss man sich das aber bewusst machen.

    Hardcore Vorbereitung und einen klaren Prozess

    Am besten schreibst du dir den kompletten Prozess einmal auf. Also wirklich jeden einzelnen Step einmal in Ruhe durchgehen. Step by step. Angefangen damit, dass der Kunde den VIP-Tag bucht, was passiert im zweiten Step, das Onboarding, der Reminder-Prozess, der VIP-Tag an sich und natürlich alles an Arbeit, die danach noch ansteht.

    Ich sag’s nochmal ganz klar: Ohne ordentlichen Prozess kein erfolgreiches Tagesbuchungs-Business-Modell. Never ever.


    Wenn du dich für das Thema Prozesse interessiert oder da echt am struggeln bist: In meinem Webdesign Wunderland Kurs haben wir für alle möglichen Steps, Arbeiten und Dinge Prozesse ausgearbeitet, die wir natürlich mit dir durchgehen. Super hilfreich für dein Webdesign Business! Neugierig? Schau gerne mal vorbei: Webdesign Wunderland


    Das Marketing

    Das Thema Marketing für Tagesbuchung oder VIP-Tage ist super spannend, weil du an die Sache etwas anders herangehen solltest. Denn wenn du “nur” Tagesbuchungen anbietest, hast du auch eine andere Zielgruppe.

    Und zwar Design-Kunden, die entscheidungsfreudig sind und selber auch klar strukturiert sind. Oft ist es ja so, dass Kunden eben doch noch länger überlegen wollen oder doch noch mehr Zeit brauchen, um Entscheidungen zu treffen (oder treffen zu lassen). Da ist es echt schon eine Kunst, erstmal solche Design-Kunden zu finden und die dann auch noch happy zu machen. Obwohl “alles” an einem Tag erledigt werden soll. 

    Gerade wenn du erst mit den VIP- und Tagesbuchungen angefangen hast, besteht die Gefahr, dass man am Ende des Tages dann doch noch Sachen hat, die erledigt werden müssen, der Kunde doch auf einmal noch etwas anders haben möchte oder oder oder…

    Tja, und dann hast du plötzlich viele Stunden kostenlos gearbeitet und deine VIP-Tagesbuchung wird zu einer unterbezahlten Stunden-Buchung und im schlimmsten Fall noch mit open end.


    Zum Thema Marketing habe ich für dich noch ein passendes Video:

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    VIP-Tage: Klare Positionierung und die richtige Zielgruppe ansprechen

    Der Paint Point, warum die meisten Designer VIP-Tage anbieten, ist ja meistens, dass es auch super anstrengend sein kann, wenn Webdesign-Projekte sich eeeewig hinziehen. Ich sag mal wie es ist: Die meisten Webdesigner machen das, um dem scope creep (dieses ewige Hin- und Her und in die Länge ziehen) zu entkommen und einfach mal sagen zu können: Geilo, ich hab einen Tag Arbeit und dann “Ciao Kakao”.

    Absoluter worst case wäre es ja, wenn du eine Tagesbuchung verkaufst und es dann trotzdem zu einem Riesenprojekt wird, das irgendwie kein Ende findet. Für viel zu wenig Geld.

    Bedeutet für dich? Klare Grenzen ziehen und dich ganz klar positionieren. Auch wenn es schwer fällt, dem Kunden klare Grenzen zu setzen und ihm zu sagen, was er genau zu tun hat - ist mir auch am Anfang auch überhaupt nicht leicht gefallen, aber mittlerweile kann ich sagen: Du MUSST dem Kunden klipp und klar sagen, was er zu tun hat. Ganz besonders bei VIP-Tagen und Tagesbuchungen. Ansonsten wird das nämlich nix.

    Sind VIP-Tage etwas für dich?

    Butter bei de Fische: Ich stehe VIP-Tagen und Tagesbuchung nicht ganz unkritisch gegenüber - obwohl ich selber relativ lange Zeit VIP-Tage in meiner Webdesign-Agentur angeboten habe (mittlerweile nicht mehr, wegen nicht vorhandener freier und selbstbestimmter Zeiteinteilung ;-)).

    Wenn du die Prozesse ganz klar vorbereitet und durchstrukturiert hast, du dich klar positioniert hast und genau weißt, welche Art von Kunden, also deine Zielgruppe, dazu passt, können VIP-Tage und Tagesbuchungen ein sehr cooles Business-Modell sein.

    Wie oben schon kurz erwähnt, schaust und testest du am besten mal, was du alles an einem Tag schaffst. Wichtig ist, dass du weg von dem Gedanken “Stundenmodell” kommst und stattdessen ein mega cooles Paket daraus machst.

    Bleiben wir mal bei dem Angebot “Website an einem Tag”. Da könntest du das alles schick als Paket verkaufen, inkl. eines Prep-Pakets (das bekommst du von mir alles), einen Briefing Call (das brauche ich alles von dir, um deine Website zu bauen) und als i-Tüpfelchen einen weiteren Support-Tag, falls dein Kunde noch Fragen hat oder doch noch irgendwas anders haben möchte.

    Und mega wichtig: ganz klare Grenzen haben und sich vor allem auch daran halten. Auch wenn es schwer fällt und sich am Anfang vielleicht weird anfühlt. Nur so kann dein Produkt “VIP-Tag” gut funktionieren.


    Falls du noch Tipps und Hilfe brauchst, wie du dich als Webdesigner positionieren kannst und deine Zielgruppe definierst, habe ich hier noch ein passendes Video für dich:

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    VIP-Tage und Tagesbuchungen: Mein Fazit

    An sich sind Tagesbuchungen schon ein richtig cooles Business-Modell. Probiere es einfach mal aus, ob das wirklich für dich funktioniert und du überhaupt der Typ dafür bist,  auf Knopfdruck abzuliefern.

    Und ob du tatsächlich schon so weit bist, dass du deine Prozesse zu 100 Prozent im Griff hast. Ich bin nämlich ein riesen Fan davon, seine Prozesse klar zu strukturieren und alles im Griff zu haben (können übrigens alle Teilnehmer des Webdesign Wunderlands bezeugen!). Denn was so ist: Bei Tagesbuchungen verzeiht dir die Zeit nichts.

    Absoluter Pluspunkt von VIP-Tagen: Du hast einen Tag Arbeit, hast abgeliefert, dein Kunde ist happy und am Ende des Tages ist das Ding abgeschlossen. Ohne wochenlanges Rumeiern. Mega wichtig: Nichts versprechen, was du nicht halten kannst!

    Deswegen wäre es für den Anfang ganz cool, wenn du das auch ganz transparent kommunizierst und dir vielleicht erstmal einen Testkunden suchst und schaust, was so geht an einem Tag. 

    Wenn du Tagesbuchungen UND Webdesign-Projekte anbietest, solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass deine Kunden dir mit den Tagesbuchungen nicht dein anderes Angebot kannibalisieren. Was meine ich damit?

    Es gibt Webdesigner, die bieten VIP-Tage und “normale” Webdesign-Projekte an. Und dann gibt es Kunden, die sich denken: “oh, super, dann nehme ich doch die 1.500 EUR Tagesbuchung, anstatt die 8.000 EUR Monster-Website inklusive Brand-Design. Kann ich ja mega viel Geld sparen!”  

    Problem an der Sache ist, dass sie sich für die Tagesbuchung aus Kostengründen entschieden haben, aber definitiv die Monster-Website brauchen. Also solche Kunden, wo es völlig utopisch ist, deren Website an einem Tag so zu bauen, dass sie am Ende damit zufrieden und glücklich sind. 

    Ist ja leider an der Tagesordnung, gerade bei Kunden im unteren bis mittelpreisigen Level, dass die Design-Kunden krass auf den Preis gucken, aber halt eigentlich wirklich das Monster-Projekt bräuchten.

    Deswegen ist es so super wichtig, dich klar zu positionieren und dir genau zu überlegen, für welche Kunden VIP-Tage und Tagesbuchungen überhaupt in Frage kommen. Und vor allem, dass du das deinen Kunden auch ganz klar verklickerst, was sie zu erwarten haben und mit welchem Ergebnis sie da rausgehen.

    Gerade Leute, die erst mit ihrem Business starten, wissen oft noch nicht, was sie wollen, wie sie was umgesetzt haben wollen und brauchen länger, um sich für irgendetwas zu entscheiden. Sind also eher nicht so geeignet. Design-Kunden, die schnell entscheiden, genau wissen, was sie wollen, wie sie es wollen und zu wann, sind die idealen Kunden für VIP-Tage.

    Auch noch wichtig - und vor allem nicht zu unterschätzen: Wenn du nicht der Typ bist, der auf Knopfdruck arbeiten und abliefern kann, solltest du dir genau überlegen, ob du VIP-Tage in dein Produktportfolio mit aufnehmen solltest. Gleiches gilt, wenn du deine Zeit nicht frei einteilen kannst und dich nicht voll darauf fokussieren kannst, den VIP-Tag unterbrechen oder sogar verschieben müsstest. 

    Dann sind VIP-Tage als Business-Modell echt schwierig und ich würde dir sogar davon abraten.

    Bist du aber der Typ Mensch, der einfach immer abliefern kann, seine Prozesse krass gut im Griff hat und auch noch sein Marketing entsprechend seiner VIP-Tage-Zielgruppe anpassen kannst: Go for it! Dann können VIP-Tage nämlich ein mega gutes Angebot sein.


    Wenn du dich für das Zusammenspiel von Geschäftsmodellen interessiert, dann schau auf jeden Fall mal bei meinem Workshop vorbei: “100.000 EUR Jahresumsatz als Webdesigner? Alles zu Geschäftsmodellen und wie es mit deinen Zielen zusammenhängt”



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